Die Insel - Ausflüge
BOOTSTOUR RUND UM DIE INSEL Die Bootstour rund um die Insel (24km) beginnt im Hafen von Malfa. Von hier aus geht es Richtung Osten und dann fährt man gegen den Uhrzeigersinn um die Insel. Vorbei an Punta Fontanelle, an der man noch Spuren von Lavaströmen erkennen kann, ist Punta Perciato der erste Halt. Sie trägt den Namen von einem beeindruckenden Felsformation in Form eines Tors aus Vulkangestein, die im Laufe der Jahrhunderte durch die Kraft des Meeres und des Winds entstand. Dann geht es weiter entlang der Küste vorbei an eindrucksvollen kleinen Buchten, Steilwänden und Grotten aus Lavagestein bis zum Faraglione von Pollara, einem riesigen Felsen, der vor einem der schönsten Strände der Insel thront. Dieser Strand liegt in einer märchenhaften Landschaft umrahmt von dem größten der 6 ehemaligen Krater der Insel, der zur Hälfte ins Meer stürzte. Daneben erhebt sich der zweite der heute noch vorhandenen „Zwillinge“, das Massiv des Monte dei Porri. Der Faraglione ist nicht nur ein reizvoller Nistplatz für Möwen, sondern auch Habitat einer auf der ganzen Welt einzigatrigen Eidechsenart. Atemberaubend ragen die Felsbildungen des Pizzo Corvo zwischen Branda und Praiola steil über dem Meer. An der Grotta di Racina und den Rocce di Barcone vorbei, fällt die Küste allmählich immer sanfter ab. Auf der etwa 200 m hoch gelegenen Ebene kann man Leni, die drittgrößte Gemeinde der Insel erkennen, den herrlichen Strand hingegen säumt Rinella mit ihren hübsche, ordentlich angelegten Häuschen. Nun geht es weiter entlang der Südküste, an der der Monte Fossa delle Felci ins Meer dringt, bemerkenswert sind dabei der Vallone del Lupo und der Scogliazzo, ein riesiger Felsbrocken, der sich vom Berg löste und dann ins Meer stürzte. Vorbei an der Punta Grottazza geht es in westlicher Richtung zur Punta Lingua mit dem flachen Salzsee und den ordentlich und elegant entlang der Straße gereihten Häusern, Bars und Restaurants, die zu jeder Tages- und Nachtzeit einen beliebten Treffpunkt darstellen. Vorbei an Caldara und den Stränden Canne und Pozzo d’Agnello gelangt man schließlich nach Santa Marina, dem Haupthafen. An flachen, zerklüfteten Küsten entlang erreicht man den steilen und unbegehbaren Capo Faro und weiter die Steilküste im Norden, die dann zum Felsvorsprung Quartarolo und dem Hafen von Malfa wieder etwas sanfter abfällt. TAUCHAUSFLÜGE. Die Untiefe von Pollara. Sie liegt in der Bucht von Pollara, im Inneren eines alten Kraters, der durch einen Felssturz zweigeteilt wurde. Auf dem noch erhaltenen Teil thront der Ort Pollara, die andere Hälfte liegt im Meer versunken. Die Untiefe verläuft parallel zur Küste und bietet abwechselnd faszinierende Spitzpunkte, Canyons, Zerklüftungen, Kanäle und befindet sich etwa 100 Meter vom Strand entfernt rund um den Faraglione, eine beeindruckende Felsformation aus riesigen Felsbrocken. Die Wände und Felsen des Meeresgrunds sind mit Aktinien und Meeresanemonen überwuchert, dort haben sich große Polypenteppiche und Schwammformationen sowie rote und gelbe Gorgonien angesiedelt. Zwischen den Felsspalten tümmeln sich Zackenbarsche, Muränen, Brassen, Seeaale und Langusten.
Die Untiefe von Capo. Ein atemberaubendes Taucherlebnis drei Meilen vor der Küste von Capo di Salina, an einer Stelle an der laut den Fischern der Gegend der Fels Faraglione von Pollara an Punta Perciato durchblickt. Die Untiefe besteht aus einer turmförmigen Felsbildung, die möglicherweise ein Überrest des ersten Vulkans der Insel ist, umgeben von weißem Meeresgrund aus Fels, der von 8 Metern bis 450 Metern Tiefe reicht. Bis zu einer Tiefe von 40/45 Metern bietet sie Tauchern beste Sichtverhältnisse, in denen man auf zahlreiche Höhlenfische trifft, die sich aus schwarzen Punkten zu ganzen Wolken zusammenschließen. Nur für erfahrene Taucher geeignet.
Le Tre Pietre. Die Punta delle Tre Pietre liegt im Süden der Insel zwischen Rinella und Lingua. Die Felsbildung befindet sich ganz in der Nähe des Strands und besteht aus drei Elementen, wobei das mittlere besonders lang und das äußere besonders massiv gestaltet sind. Die Wassertiefe beträgt zwischen 8 und 35 Metern. Es herrschen hervorragende Sichtverhältnisse und man begegnet Meeresmargeriten, orangefarbene Madreporen sowie Brassen und Höhlenfischen. AUSFLÜGE ZU LAND. Auch auf der Insel kann man inmitten der unberührten Natur wunderbare Ausflüge und Spaziergänge unternehmen, bei denen man auf bezaubernde Aussichten und reizvolle Landschaften trifft: Anstieg zum Monte Fossa delle Felci. Die Tour beginnt in Valdichiesa, von wo aus gut begehbare Wege an den mit typischer mediterraner Macchia dicht bewachsenen Hängen mit Pinien-, Eichen- und Kastanienwäldern entlang führen. Es handelt sich hier um einen wirklich paradiesischen Fleck mit unvergleichlichen Farben und Düften, der 1984 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und von dem aus man eine umwerfenden Aussicht auf die untenliegenden Land- und Ortschaften genießen und weit über die Küste hinaus den Blick übers Meer bis zum Horizont schweifen lassen kann. Vom höchsten Gipfel der ganzen Inselgruppe eröffnet sich dem Besucher bei einem erhabenen Lüftchen ein wahrlich berauschendes Schauspiel mit Blick auf alle Inseln, das einem das Gefühl von Unendlichkeit vermittelt. Aufstieg: circa 2 Stunden. Dieser Ausflug sollte am besten mit einem Führer vorgenommen werden. Man kann den Gipfel des Monte Fossa delle Felci von Lingua di Santa Marina aus auch auf einer längeren Strecke erklimmen. Von Malfa nach Valdichiesa. Auf der Straße von Malfa nach Leni gelangt man nach Valdichiesa (Ortsteil von Leni), die im gleichnamigen Tal zwischen den beiden Bergen liegt, die die Insel zweiteilen. Zu Fuß braucht man knapp 1 Stunde. Sehenswert die Wallfahrtskirche Santuario della Madonna del Terzito, die im 17. Jahrhundert an der Stelle errichtet wurde, zu der ein Hirtenjunge der Legende nach durch Glockengeläut geführt wurde und an der er zwischen den Trümmern eines alten Gebäudes ein antikes Holzbildnis der Heiligen Jungfrau gefunden hatte. Das Vorgängerkirchlein war im 5. Jahrhundert von einem Einsiedler zu Ehren der Heiligen Jungfrau errichtet worden. Der Name “Terzito” geht wohl auf die Tatsache zurück, dass das Kirchlein dreimal wieder aufgebaut wurde, andere führen den Namenszusatz auf das spanische Wort “tersillo” zurück, das dreifache Glockengeläut, das früher zum Gebet aufrief. In den 50er Jahren wurde neben der Wallfahrtskirche ein Seniorenheim für die Bewohner der Liparischen Inseln gebaut, das von der Religionsgemeinschaft “Serve dei poveri” geleitet wird. Die Madonna del Terzito wird auf der ganzen Insel verehrt und entlang der Straßen und Wege trifft man häufig auf kleine Gebetskapellen mit Statuen und Abbildungen der Jungfrau mit Glöckchen. Von Malfa nach Pollara. Ganz besonders reizvoll ist der teil der Staatsstraße, der von Malfa nach Westen in die kleine Ortschaft Pollara führt, die in den Wintermonaten gerademal 60 Seelen zählt. Im Sommer aber ist dieser Ort, der einen ganz eigenen Charme besitzt, ein begehrtes Fremdenverkehrsziel, nicht zuletzt weil er von Massimo Troisi als Drehort für seinen letzten und unvergesslichen Film, das Meisterwerk “Der Briefträger” gewählt wurde. An der Abzweigung nach Leni rechts abbiegen, von hier sind es etwa noch 5 km nach Pollara. Etwa 1 Kilometer von der Ortschaft entfernt liegt der Aussichtspunkt Belvedere, von dem aus sich nach Nordwesten hin ein bezauberndes Panorama eröffnet, das vor allem bei Sonnenuntergang durch ein unglaubliches Farbenspiel mit zahlreichen Farbnuancen ein ganz besonders Schauspiel darstellt. Davor breitet sich im Zauber des still und erhabenen thronenden Filicudi das Meer aus; links davon kann man auf das malerische Pollara blicken, das der sich wie ein Amphitheater im Halbkreis um einen Krater reiht. Die herrlichen Strände, die zu den schönsten und faszinierendsten Buchten der Insel gehören, erreicht man zu Fuß über zwei in Stein gehauene Pfade. Von Malfa nach Rinella. Eine etwa 10 Kilometer lange Wanderung durchquert die Insel von Norden nach Süden, wobei man den Gebirgssattel überquert, durch den die beiden Zwillingsberge miteinander verbunden sind. Dieser Ausflug führt durch duftende Landschaften mit Kapern- und Malvasia-Anbau. Bis nach Leni ist die Straße gut ausgebaut, aber die letzten 4 Kilometer bis nach Rinella sind von engen Serpentinen geprägt. INSELRUNDFAHRT. Auf den 22km Staatsstraße lässt sich die Insel auch mit dem Auto oder mit dem Motorroller erkunden, allerdings erreicht man somit nicht alle Gegenden von Salina, da der östliche und südöstliche Teil mit den steil ins Meer abfallenden Hängen des Monte dei Porri weder durch Straßen noch befahrbare Wege erschlossen ist. Man verlässt Lingua in Richtung S. Marina und begibt sich nach Capo Faro in Richtung Malfa (5,5km). Nach einem Kilometer gelangt man an die Abzweigung nach Leni-Rinella (9km.) und Pollara (5km). Am besten besucht man zuerst Leni und Rinella und macht auf dem Rückweg einen Abstecher nach Pollara, damit man den Aussichtspunkt nach Möglichkeit bei Sonnenuntergang genießen kann. |