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Die Insel Salina - Geschichte - Malfa - Santa Marina - Leni - Veranstaltungskalender - Ausflüge - Anfahrtsbeschreibung

Die Insel Salina - Malfa

Malfa, der Ort in dem sich das Hotel Ravesi befindet, liegt an der sogenannten Valle dei Giovi, einem sanft abfallenden, terrassenförmig angelegten Hang auf durchschnittlich 90 m über dem Meer, und stellt das landwirtschaftliche Herz der Insel dar. Aufgrund seiner Ausrichtung nach Norden hin ist Malfa der grünste und zugleich wohl kühlste Ort der Insel. Er zählt über 800 Einwohner. Zum Hafen nach Santa Marina sind es 6,5km und der Ort ist aufgrund seiner zentralen Lage ein günstiger Ausgangspunkt zu den weiteren Orten und Ortschaften von Salina.

Es heißt, der Ortsname kommt von Amalfi, von wo aus sich im 12. Jahrhundert aufgrund gewisser, von den Normannen angebotenen Vergünstigungen mehrere Familien dort niederließen. Auch die Verehrung des San Lorenzo, dem Stadtpatron, der am 10. August gefeiert wird, geht wohl auf die Zuwanderer aus Amalfi zurück. Ebenso könnte der Name aber vom Arabischen “marfa”, zu Deutsch „Hafen“ kommen.

An dieser Stelle der Insel befinden sich die ältesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung, wie einige Funde eines vorgeschichtlichen Dorfes aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. belegen. Dank seiner fruchtbaren Böden und seiner Lage wurde Malfi gegenüber anderen Gebieten der Insel auch von den Griechen und Römern bevorzugt.

Historisch-kulturelle Sehenswürdigkeiten:
-Die Hauptkirche San Lorenzo, die durch ein Erdbeben im Jahre 1926 zerstört und 1933 wieder errichtet wurde.
-Das Bürger- und Kulturzentrum Padre Marchetti, das sich im Erdgeschoß eines Gebäudes (in Via Conti) befindet, das der wohltätige Padre aus Malfi 1913 der Gemeinde überließ. Im Obergeschoß ist die Gemeindebibliothek untergebracht, angrenzend befindet sich das Erbario eoliano (das Äolische Herbarium), das vom Verein Didime 90 verwaltet wird. In der Bibliothek befindet sich des weiteren das Museo dell’Emigrazione, das mit Dokumenten, Photos und Filmaufnahmen die Auswanderungsströme aus Italien und vor allem die Abwanderung von den Äolischen Inseln dokumentiert.
-In Capo Faro die Kirche Sant'Anna aus dem 18. Jahrhundert, in der man Gemälde mit Darstellungen der Geburt der Heiligen Jungfrau (1742), der Madonna del Rosario (19. Jh.), der Madonna della Guardia (1919) sowie Holzskulpturen mit Darstellungen des Sacro Cuore (1925), der Heiligen Anna mit der Jungfrau als Kind (20.Jh) und des Heiligen Josef mit Jesuskind (1925) bewundern kann.
-In Pollara die Kirche S. Onofrio, dessen Verehrung wohl von Einwandern aus Kalabrien mitgebracht wurde.
-Das Museo dell’Emigrazione, das Auswanderungsmuseum in Malfa.
Die beliebtesten Anziehungspunkte der Gäste, die auf der Suche nach kristallklarem, sauberem Meer sind und von denen aus man sommerliche Bilderbuchlandschaften bewundern oder sich einfach dem vielfachen Zauber der Natur ergeben kann, sind:

-der Strand Punta Scario mit seinen alten Fischerständen, den man vom Ortszentrum aus über eine typische, 400 Meter lange Steingasse erreichen kann;

-der kleine Fischereihafen mit seinem Strand Scalo Galera;
der kleine Kieselstrand von Capo Faro, einem der zwei Ortsteile an der Verbindungsstraße zwischen Santa Marina und Malfa mit den alten Läden von S. Pietro und dem Kirchlein;

-die Gegend des Osservatorio (einem alten Observatorium aus dem Ersten Weltkrieg) mit einem steil zum Meer abfallenden Aussichtspunkt, von dem aus man bei Sonnenuntergang das magische Lichtspiel um den erhabenen Filicudi bewundern kann, während Möwen um den Fels Faraglione kreisen;

-Der berühmte Ortsteil Pollara (60 Einwohner), der sich wie ein Amphitheater im Halbkreis um einen Krater reiht. Die andere Hälfte stürzte vor etwa 13.000 Jahren tief ins Meer, heute ist davon nur noch der Faraglione erhalten. Von Pollara aus gelangt man über zwei Pfade zu dem herrlichen Strand aus schichtweise angeordnetem Lavastein mit seiner herrlichen Unterwasserwelt und bezaubernden Unterwassergrotten. Ein Pfad führt zum Hauptstrand, der von einer Steilküste abgegrenzt wird und an dem noch Spuren von alten, im Tuffstein gegrabenen Läden zu sehen sind. Die Steintreppe des anderen Pfads führt zum kleinen Strand “Balate”, der durch das Haus, in dem der bekannte Film “Der Briefträger” von Massimo Troisi gedreht wurde, berühmt wurde.